Kanton Bern sagt Nein zur Kürzung der Sozialhilfe

20.05.2019
Knapp 53 Prozent der bernischen Stimmbevölkerung lehnen Kürzungen bei der Sozialhilfe ab. Caritas Bern ist sehr erfreut über diesen Entscheid. Um den Herausforderungen in der Sozialhilfe zu begegnen, braucht es andere Ansätze als die von Regierung und Parlament vorgeschlagene Reform.
Der Grundbedarf von Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern wird nicht gekürzt. Dies hat die bernische Stimmbevölkerung entschieden. Caritas Bern hatte sich in der Vergangenheit immer wieder stark gemacht gegen die geplante Reform des kantonalen Sozialhilfegesetzes. Mit diesem hätte sich die Situation der Sozialhilfebeziehenden im Kanton Bern deutlich verschlechtert. Auch hätte der Vorschlag der Regierung das landesweit anerkannte, einheitliche System der Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fürSozialhilfe (SKOS) geschwächt.

Zielführender sind aktuell geführte Debatten um einen verbesserten Einbezug der Wirtschaft bei der beruflichen Integration von Sozialhilfebeziehenden oder bestehende Lösungsvorschläge für ältere Arbeitnehmende, welche zunehmend auf Sozialhilfe angewiesen sind.